19. März 2012 07:23 Uhr

Jurist: Telekom darf Bundesliga-Spiele nicht zeigen

Die Deutsche Telekom ist nicht rundfunkfähig. Zu diesem Schluss kommt der Berliner Jurist Franz Jürgen Säcker in einer ausführlichen Untersuchung. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, ist schon die bisherige Geschäftspraxis der Telekom nicht in Ordnung: Seit Herbst 2009 zeigt die Telekom über ihren Partner Constantin Medien Bundesligaspiele live im Internet.

Säcker argumentiert mit der grundgesetzlich vorgeschriebenen Staatsfreiheit des Rundfunks. Die Telekom aber sei von der Bundesrepublik Deutschland abhängig - schließlich sei diese mit 31,7 Prozent an dem Bonner Konzern beteiligt. Da an einer Hauptversammlung höchstens 62 Prozent der Aktionäre teilnähmen, verfüge der Bund somit über eine gesicherte Mehrheit der Stimmen. Zum Rundfunk zugelassen werden dürfe aber nur, wer unabhängig und frei von staatlichem Einfluss sei.

Die Telekom ist einer der wichtigsten Bewerber für die Bundesliga-Übertragungsrechte. Im April entscheidet die Deutsche Fußball Liga, wer ab der Saison 2013/14 für die nächsten vier Jahre die Spiele exklusiv übertragen wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)