19. März 2012 14:04 Uhr

Chinas Erziehungssystem soll lockerer werden

Chinesische Schüler beim Morgenappell in Reih und Glied.

Vielleicht nicht mehr lange. In China läuft zurzeit eine Debatte über die Zukunft des Erziehungssystems. Das harte Drill-Modell passe nicht in das System, hieß es von Bildungspolitikern bei einer entsprechenden Jahrestagung des Parlaments. Seit einiger Zeit wachse in der Volksrepublik das Interesse an alternativen Institutionen wie etwa Waldorfschulen. Sie beginnen viel später mit Lesen, Schreiben und Rechnen als die traditionellen Schulen und legen größeren Wert auf Fähigkeiten wie Musik und Zeichnen. Die erste von ihnen wurde 2004 in China gegründet, im vergangenen Jahr öffneten sechs Schulen. Eine Pekinger Erziehungsexpertin argumentiert, dass das aufstrebende Land eine buntere Palette an Talenten brauche als bisher. Talente mit unabhängigem und kreativem Geist. Waldorfschulen könnten dabei helfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)