20. März 2012 06:23 Uhr
Wir erinnern an die Einführung der Guillotine als Hinrichtungswerkzeug in Frankreich vor 220 Jahren. Die Nationalversammlung beschloss die Einführung am 20. März 1792 und verband damit auch einen demokratischen Anspruch. Schließlich war die Enthauptung vorher nur Adlingen vorbehalten und galt als edle Todesart. Einfache Leute wurden am Galgen gehenkt.
Grund für die Einführung der Guillotine war aber auch, dass die Maschine die zahlreichen Hinrichtungen rationalisieren sollte und die Betroffenen möglichst schnell und schmerzfrei sterben sollten.
Das war auch das Anliegen des Namensgebers der Maschine. Der französische Arzt Joseph-Ignace Guillotin hatte 1789 die Einführung eines solchen Geräts beantragt, es selber aber nicht entwickelt. Weil er es empfohlen hatte, wurde das Fallbeil nach ihm benannt - gegen seinen Willen. Seine Nachfahren ließen ihren Namen ändern.
Die letzte Hinrichtung in Frankreich durch die Guillotine fand 1977 statt. Es war eine von mehreren möglichen Hinrichtungsarten in dem Land.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)