20. März 2012 07:53 Uhr

Ohne Klatsch funktioniert keine Gesellschaft

Klatsch und Tratsch haben zu unrecht einen schlechten Ruf.

Das finden US-Wissenschaftler von der Universität Kalifornien. Sie haben die Wirkungen von Gerüchten und Gerede untersucht - mit dem Ergebnis: Ohne Klatsch würden menschliche Gesellschaften nicht funktionieren. Denn in den Gesprächen vermittelten sich auch Benimmregeln sowie soziale und kulturelle Werte. In etwa zwei Dritteln aller Gespräche zwischen Erwachsenen geht es um andere, die nicht da sind.

Die US-Forscher ließen ihre Testpersonen zwei Spieler beobachten, von denen einer ständig schummelte. Das verursachte bei den Beobachtern Stress. Der wurde deutlich geringer, wenn sie anderen davon erzählen, sich so erleichtern und gleichzeitig anderen helfen konnten konnten. Ein Grund für die Hilfe ist den Forschern zufolge auch die unbewusste Sorge um den eigenen Ruf.

Die Wissenschaftler veröffentlichten ihre Forschungen im Fachmagazin "Journal of Personality and Social Psychology".

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)