20. März 2012 08:38 Uhr
Das Buch "Deutschland schafft sich ab" von Thilo Sarrazin hat für viel Aufregung und Kritik gesorgt. Eine Forscherin am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln wollte herausfinden, gegen was sich die Kritik genau richtet. Sie analysierte mehr als 700 Rezensionen in Online-Buchportalen.
Das Ergebnis: Die Themen Integration und Demografie, um die es in dem Buch ja hauptsächlich gehe, würden in den Kritiken eher selten behandelt. Die Leser nutzten die Rezensionen, um generelle Kritik an den politischen Verhältnissen zu äußern. Das Buch sei nur ein Impulsgeber.
Die Wissenschaftlerin vermutet eine allgemeine Unzufriedenheit der Mittelschicht, vor allem in Bezug auf politische Eliten. Sarrazins Buch habe diese ans Licht gebracht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)