20. März 2012 14:20 Uhr

Alge soll Tiefkühlbrötchen vor Gefrierbrand schützen

Können die Brötchen etwas von den Algen lernen? Dieser Frage gehen gerade Biologen und Lebensmittelforscher in Bremerhaven nach. Es geht um das Überleben im Eis, denn da haben Tiefkühlbrötchen ein Problem: Sie schrumpfen manchmal beim Auftauen oder trocknen aus. Oder die Oberfläche verfärbt sich unappetitlich, was man auch als Gefrierbrand bezeichnet.

Die Kieselalge Fragilariopsis cylindrus dagegen hält härteste Bedingungen in der Arktis und Antarktis aus: minus 20 Grad und besonders hohe Salzkonzentration im Meer. Den Biologen aus Bremerhaven ist es gelungen, das natürliche Frostschutzmittel der Alge genetisch zu entschlüsseln: Es ist ein Eiweiß, das die Wissenschaftler nun selbst herstellen können - und das vielleicht mal irgendwann in Bäckereien verwendet wird.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)