20. März 2012 16:23 Uhr

Fettleibigkeit möglicherweise durch Industriechemikalien verursacht

Weichmacher sind umstritten. Kritiker glauben, dass sie und andere hormonähnliche Chemikalien wie Flammschutzmittel oder Bisphenol A der Gesundheit schaden. Bisher wurde über mögliche Probleme bei der Fortpflanzung diskutiert. Jetzt argumentieren Umweltschützer, dass die Chemikalien auch für Fettleibigkeit und Diabetes verantwortlich sein sollen.

Sicher bewiesen ist das zwar nicht. Der Bund für Umwelt und Naturschutz hat aber eine Studie vorgelegt, die Parallelen zeigt zwischen dem Anstieg der Fettleibigkeit und der Verwendung von Industriechemikalien.

Hormonähnliche Stoffe finden sich zum Beispiel in Konservendosen, Elektrogeräten oder Plastikspielzeug. Eine Übersicht hat der BUND zusammen mit der Studie ins Internet gestellt. Die Umweltschützer fordern von der Politik, die Schadstoffe zumindest in Produkten zu verbieten, die für Kinder sind oder in Berührung mit Lebensmitteln kommen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)