20. März 2012 16:59 Uhr
Bei der künstlichen Befruchtung kann es helfen abzuwarten. Diese These vertreten Ärzte der Universitätsklinik für Reproduktionsmedizin in Magdeburg. Demnach sind die Chancen für eine Schwangerschaft größer, wenn der Embryo später als üblich in die Gebärmutter eingesetzt wird.
Bislang passiere das in der Regel drei Tage nach der Befruchtung, wenn der Embryo aus acht Zellen bestehe. Am fünften Tag seien es dagegen schon 200 Zellen. Die Chancen seien dann größer, dass er sich in der Gebärmutterhöhle einnistet.
Das Verfahren bedeutet zwar mehr Aufwand. In einer Studie haben die Mediziner aber festgestellt, dass vor allem Frauen unter 35 Jahren von dem Verfahren profitierten: Es komme häufiger zu einer Schwangerschaft und seltener zu Fehlgeburten. Deshalb setzen die Ärzte aus Magdeburg Embryonen später ein, wenn eine herkömmliche künstliche Befruchtung keinen Erfolg hatte.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)