21. März 2012 07:01 Uhr
In keinem anderen Land der Welt ist die Tuberkulose weiter verbreitet als in Südafrika. Schätzungen zufolge tragen 900 von 100.000 Menschen die Bakterien in sich. In Südafrika wird deshalb seit einiger Zeit an Impfstoffen geforscht, die auch gegen neuere Formen der Infektionskrankheit helfen sollen. Denn der vor rund 100 Jahren entwickelte Impfstoff BCG erwies sich diesbezüglich als weitgehend wirkungslos.
Der leitende Wissenschaftler Hassan Mahomed gab nun in Johannesburg - wie er sagte - "begeisternde Entwicklungen" bekannt. Zehn verschiedene Impfstoffe befänden sich derzeit in einer Phase der Erprobung. Bei einigen seien die Tests schon weit fortgeschritten, und bei mindestens einem seien Anfang nächsten Jahres Ergebnisse zu erwarten.
Mahomed präsentierte außerdem einen Zehn-Jahres-Plan zur Erforschung eines geeigneten Impfstoffes. Ziel sei es, die Aufmerksamkeit der Geldgeber wieder mehr auf die Tuberkulose-Forschung zu lenken. Diese hätten sich zuletzt stark auf den Kampf gegen Aids konzentriert.
Tuberkulose ist eine hochansteckende, bakterielle Infektionskrankheit. Unbehandelt endet sie tödlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)