21. März 2012 10:23 Uhr
Was die OECD bereits Anfang des Monats kritisiert hatte, hat nun das Statistische Bundesamt noch einmal bestätigt: Frauen verdienen in Deutschland weiter fast ein Viertel weniger als Männer. Nach Angaben der Wiesbadener Statistiker lag der durchschnittliche Brutto-Stundenverdienst 2011 wie schon in den Vorjahren 23 Prozent unter dem von Männern. Als Ursachen nennt das Bundesamt unterschiedliche Berufs- und Branchenwahl von Frauen und Männern. Allerdings verdienen Frauen selbst dann rund acht Prozent weniger, wenn sie eine vergleichbare Tätigkeit ausüben wie Männer und eine gleichwertige Qualifikation haben.
Die OECD hatte für Deutschland von einem Lohngefälle von 21 Prozent gesprochen. Nach Angaben der Vereinigung von 34 Staaten ist es damit so groß wie in keinem anderen Industrieland.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)