21. März 2012 13:24 Uhr
Von Schildkröten heißt es, sie hörten schlecht. Wer zuhause eine Schmuckschildkröte hält, wird das vielleicht aus eigener Erfahrung bestätigen können. Nach Meinung dänischer und amerikanischer Biologen handelt es sich jedoch um einen Irrtum. Sie haben die Reptilien unter Wasser getestet und festgestellt, dass ihr Gehör erst dort so richtig funktioniert.
Wie die Biologen in den "Proceedings of the Royal Society B" schreiben, besteht das Trommelfell der Schmuckschildkröten - anders als beim Menschen - nicht aus einer Membran. Vielmehr handele es sich um eine Knorpelplatte, die nur unter Wasser so richtig in Schwingung versetzt werden könne, an der Luft dagegen kaum. Im Wasser, ihrem eigentlichen Element, hörten die Schmuckschildkröten daher sehr gut.
Die Biologen vermuten, dass das Gehör den Tieren hilft, im trüben Wasser Beute zu orten und Fressfeinden aus dem Weg zu gehen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)