21. März 2012 13:52 Uhr

"WDR": Für "Gottschalk live" wurden keine Gremien umgangen

Sind bei der Verpflichtung von Thomas Gottschalk für die "ARD" wichtige Gremien umgangen worden? Die Wochenzeitung "Die Zeit" berichtet, die Vorabendsendung "Gottschalk live" sei an den Kontrollgremien der Sender vorbei mit der Degeto eingefädelt worden - einer Organisation, die im Auftrag der "ARD" Filme einkauft. Diesen Weg hätten die Intendanten der "ARD" auch schon vor Jahren bei der Verpflichtung von Harald Schmidt gewählt.

Laut "Zeit" will nun ein Mitglied des "WDR"-Verwaltungsrats Einsicht in den Vertrag für "Gottschalk live" fordern, um den Vorgang zu prüfen. Der "WDR" selbst wies die Vorwürfe zurück und kritisierte die Berichterstattung der "Zeit" als irreführend. Die Gremien müssten nur dann eingeschaltet werden, wenn ein Vertrag aus Gebühren finanziert werde. Das sei bei "Gottschalk live" aber nicht der Fall.

Die Sendung ist wegen der niedrigen Einschaltquoten mittlerweile auch innerhalb der "ARD" umstritten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)