21. März 2012 15:22 Uhr
Kaum entdeckt, sind sie auch schon wieder vom Aussterben bedroht. Ein internationales Forscherteam hat auf der philippinischen Insel Palawan vier bislang unbekannte Arten der Flusskrabbe Insulamon identifiziert. Wie der deutsche Teamleiter Hendrik Freitag vom Senckenberg Forschungsinstitut in Dresden berichtet, handelt es sich um rötlich-violette Exemplare, die ausschließlich in süßen Gewässern auf Palawan vorkommen. Auf das angrenzende Meer können die Krabben den Angaben zufolge nicht ausweichen, weil sie in Salzwasser nicht lebensfähig seien.
Das könnte den gerade erst entdeckten Arten nun zum Verhängnis werden. Nach Freitags Worten stehen auf der Insel mehrere Bergbauprojekte an, die den natürlichen Lebensraum der endemischen Tiere empfindlich zu stören drohten. Die Existenz der Insulamone seien dadurch kurz nach ihrer Entdeckung schon wieder in Gefahr.
Pflanzen oder Tiere werden als endemisch bezeichnet, wenn sie nur in einer bestimmten, räumlich klar abgegrenzten Umgebung vorkommen. Die vier neu entdeckten Krabbenarten auf den Philippinen haben sich nach Angaben der Senckenberg-Forscher über Zehntausende von Jahren entwickelt.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)