22. März 2012 06:53 Uhr
Im Krankenhaus der Zukunft gibt es möglicherweise nicht mehr nur ein Bett und medizinische Geräte für einen Patienten - sondern vielleicht auch die persönliche Maus. Unter anderem Forscher aus Australien arbeiten nach einem Bericht des Magazins "Nature" an der personalisierten Labormaus. Die Idee ist: Einer Maus wird Gewebe des Patienten eingepflanzt. An dem Tier soll dann simuliert werden können, wie sich eine bestimmte Behandlung auf den Patienten auswirken würde. Die Ärzte könnten, dann zum Beispiel bei der Krebstherapie vorher testen, wie der Patient auf eine Chemikalie reagiert.
In Australien testeten die Ärzte die Behandlung für einen Patienten mit Bauchspeicheldrüsenkrebs erst an der Maus, nachdem sie ihr dessen Tumorgewebe eingepflanzt hatten. Die Behandlung schlug an. Allerdings zeigte der Test auch einen Nachteil des Verfahrens. Es dauert oft zu lang - der australische Patient starb, während an der Maus noch getestet wurde.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)