22. März 2012 07:24 Uhr

Schwebfliege tarnt sich schlechter, wenn sie kleiner ist

Der wird schon nicht so genau hingucken. Damit begnügen sich offenbar einige Tiere, die sich mit Tarnung vor ihren Feinden schützen. Es geht um das Konzept der Mimikry: Tiere ahmen zum Selbstschutz ein Tier nach, das für ihre Feinde entweder gefährlich oder ungenießbar ist.

Die Schwebfliege imitiert gleich drei Arten: Sie sieht Wespen, Bienen oder Hummeln ähnlich, aber eben nur ungefähr. Kanadische Forscher berichten im Fachblatt "Nature", warum der Schwebfliege auch eine Tarnung mit ungenauen Details hilft. Es liegt an der Körpergröße. Denn je kleiner die Tiere waren, desto geringer war ihre Ähnlichkeit mit den Vorbildern. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein kleines Tier für einen Fressfeind ohnehin weniger attraktiv ist. Der Druck, dem Vorbild zu ähneln, sei dann nicht mehr so groß.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)