22. März 2012 07:25 Uhr
Er ist wohl einer der allerletzten - der letzten Mäusejäger überhaupt. Der Rentner Josef Schanz kassiert bei der Gemeinde Hohentengen in Baden Geld für Trophäen in Form eines Mäuseschwanzes. Früher gab es in Südbaden und der Schweiz laut der "Süddeutschen Zeitung" viele Gemeinden, in denen auf diese Art Schädlinge bekämpft wurden. Heute lebe die Tradition der Mausschwanzprämie jedoch nur noch in Hohentengen fort.
Gefragt nach seinem Verdienst durch die Mäusejagd, sagte Schanz, die Gemeinde zahle 50 Cent pro totem Tier. 65 Euro habe er so im vergangenen Jahr zusammenbekommen. Wenn er eine Maus fange, schneide er den Schwanz mit einer Buschschere ab und lege ihn zu den anderen in eine Dose. Kurz vor Weihnachten gebe er sie dann immer beim Amt ab, und zwar schon seit 70 Jahren.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)