22. März 2012 10:54 Uhr

US-Militärärzte haben möglicherweise Diagnosen von Soldaten geändert, um zu sparen

Zwischen vier und sechs Milliarden Dollar. Soviel wird Schätzungen zufolge die psychiatrische Behandlung von US-Soldaten kosten, die im Irak und in Afghanistan eingesetzt waren. Das war den Ärzten in einem militärischen Behandlungszentrum womöglich zuviel. Nach einer ersten Erhebung wurde in den vergangenen fünf Jahren die Diagnose einer posttraumatischen Belastungsstörung bei vier von zehn US-Soldaten zurückgenommen. Deren Behandlung sei daraufhin beendet worden. Der Generalinspekteur der US-Armee soll jetzt untersuchen, ob die Ärzte systematisch falsche Diagnosen gestellt haben.

Nach Militärangaben werden die Soldaten mehrfach gesundheitlich untersucht, vor ihrem Einsatz, währenddessen und mehrfach nach ihrer Rückkehr. Wenn bei ihnen eine posttraumatische Belastungsstörung festgestellt wird, können sie Anrecht auf eine Frührente haben. Die Betroffenen leiden oft unter Albträumen, Schlaflosigkeit oder Wutausbrüchen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)