22. März 2012 10:08 Uhr
Im trüben Meerwasser sind Wale und Delfine auf ihr Gehör angewiesen. Wie gezielt sie es einsetzen, haben nun Forscher aus Hawaii festgestellt. Demnach können manche Wale ihre Ultraschallrufe zur Ortung auf kleinste Objekte fokussieren. Für die Studie musste der trainierte kleine Schwertwal Kina verschiedene Aufgaben lösen. Dazu gehörte, Zylinder mit verschiedenen Wanddicken auseinander zu halten. Nach Angaben der Wissenschaftler konnte Kina Dicken von weniger als einem Haar unterscheiden. Dazu benutzte der Wal die sogenannte Melone an der Schnauze, eine Art fettgefüllte Linse für Schall. Die Ortungslaute wurden mit Unterwassermikrofonen aufgenommen. Laut einem Autor der Studie haben die Wale einen Vorteil bei der Jagd, wenn sie Fische zielgenau orten können.
Die Studie ist im "Journal of Experimental Biology" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)