22. März 2012 11:56 Uhr
In Ländern wie Südafrika sind Aids und Tuberkulose eine "teuflische Liaison" eingegangen. So beschreibt es der Direktor des Max-Planck-Instituts für Infektionsbiologie, Stefan Kaufmann. Die Max-Planck-Gesellschaft richtet derzeit im südafrikanischen Durban eine neue Forschungsgruppe zu diesen Krankheiten ein. Die Wissenschaftler sollen eng mit der afrikanischen Partner-Universität und US-Forschern zusammenarbeiten - Ziel ist die Verbindung von Grundlagenforschung und klinischer Praxis.
Ein Thema wird auch die Entwicklung eines neuen Tbc-Impfstoffs sein. Der alte ist über 90 Jahre alt und hilft nicht mehr so gut. Allerdings ist die Arbeit laut Kaufmann schwierig, da sich der Tuberkulose-Erreger in den Körperzellen versteckt. Die Medizin müsse besser als die Natur werden. Derzeit seien aber bereits zwölf Impfstoffkandidaten in klinischen Tests - der beste könnte schon 2016 zum Einsatz kommen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)