22. März 2012 14:41 Uhr
Mehr Wohlstand, aber weniger Freiheit. In vielen Ländern der Welt werden die politischen Rechte der Menschen immer weiter eingeschränkt, auch wenn die Wirtschaft der Staaten bergauf geht. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Transformationsindex der Bertelsmann-Stiftung. Besonders schlecht steht es danach um die Bürgerrechte in Südost- und Osteuropa und in Lateinamerika - gerade in Ländern, die als demokratisch gelten. Als Negativbeispiele werden namentlich die Ukraine und Ungarn genannt. Die demokratische Qualität der Wahlen hat sich der Studie zufolge in 15 von 38 untersuchten Ländern in den vergangenen Jahren deutlich verschlechtert.
Ebenfalls schlecht bestellt ist es um die Meinungsfreiheit. Systematische Zensur und Einschüchterung von Journalisten belegt die Studie innerhalb von Europa in Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kroatien, im Kosovo und in der Slovakei. Im südlichen und östlichen Afrika nehmen Folter und willkürliche Verhaftungen zu.
Die Bertelsmann-Experten glauben, dass die Bevölkerung in vielen Demokratien unzufrieden ist und diese Unzufriedenheit einen guten Nährboden für populistische Bewegungen schafft.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)