23. März 2012 06:56 Uhr
Wenn Madonna in diesem Sommer durch Russland tourt, werden die Mächtigen 'was zu hören bekommen - und zwar nicht nur Musik. Das hat die US-Sängerin über Facebook angekündigt. Bei ihrem für August geplanten Auftritt in St. Petersburg werde sie sich für die Rechte von Homosexuellen einsetzen. Hintergrund ist ein dort kürzlich erlassenes Gesetz, das die "Propagierung von Homosexualität unter Minderjährigen" bestraft.
Dazu zählt zum Beispiel das Hissen einer Regenbogenflagge, die Veröffentlichung homofreundlicher Artikel oder entsprechende Demonstrationen. Demnach wird bestraft, wer die Gesundheit, Moral oder die geistige Entwicklung junger Menschen gefährdet. Das Gesetz droht in diesem Fall mit Geldbußen von umgerechnet knapp 13.000 Euro.
Madonna bezeichnete das Gesetz als "absurde Grausamkeit". Homosexualität wird in Russland seit 1993 nicht mehr mit Haft bestraft. Wegen gesellschaftlicher Vorbehalte zeigen Schwule und Lesben ihre Neigungen aber meist nicht öffentlich.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)