23. März 2012 06:58 Uhr
Mit Plasmablitzen können bisher wohl am ehesten Computerspieler etwas anfangen. In manchen Ego-Shootern lassen sich mit den Energieladungen effizient Gegner bekämpfen. Aber auch in der realen Welt könnten Plasmagewitter eines Tages Gegner ausschalten - nämlich Viren oder Bakterien. Die Fachzeitschrift "Spektrum der Wissenschaft" berichtet über die vergleichsweise neue Disziplin der Plasmamedizin.Plasma entsteht, wenn in Gas so lange Energie gepumpt wird, bis sich Elektronen aus den Atomen lösen. Die chemischen Verbindungen darin sind für Keime aller Art tödlich.
Laut "Spektrum" sind viele Wissenschaftler überzeugt, dass Plasma deshalb eines Tages eine Alternative bei der Desinfektion von Wunden, Händen oder medizinischen Geräten sein könnte. Die Zeitschrift zitiert den Physiker Klaus-Dieter Weltmann vom Leibnitz-Institut für Plasmaforschung und Technologie in Greifswald. Er meint, die Plasmamedizin könnte für manche Patienten sogar zur einzigen Hilfe werden.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)