23. März 2012 09:29 Uhr

Krebsarzt: mehr um Kinder nach langjährigen Therapien kümmern

Intelligenzdefizite, Störungen der Augen und Ohren oder Hormonschwankungen - das sind mögliche Spätfolgen von langjährigen Krebstherapien bei Kindern. Deshalb müssten Ärzte mehr darauf achten, diese Schäden in Folge von Strahlen- oder Chemotherapie zu erkennen und zu vermeiden.

Das sagte der Kinderonkologe Stefan Rutkowski der Deutschen Presse-Agentur anlässlich einer Hamburger Tagung zu Hirntumoren bei Kindern. Nach seinen Angaben erkranken daran in Deutschland jährlich mehr als 400 junge Menschen.

Rutkowski erklärte, die Therapiemöglichkeiten hätten sich verbessert, deshalb müsse das Augenmerk nun stärker auf die Spätfolgen gerichtet werden. Dazu zählten auch Gedächtnis- oder Konzentrationsstörungen. Deshalb sei es bei Kleinkindern sinnvoll, bei einem bestimmten Hirntumor die Bestrahlung durch eine neuartige Chemotherapie zu ersetzen. Dann seien die geistigen Fähigkeiten der Kinder nach zehn Jahren weniger eingeschränkt. Das hätten Studien gezeigt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)