23. März 2012 09:59 Uhr

Schwedische Nobel-Stiftung verteidigt Auswahl der Friedenspreisträger

Wer für den Friedensnobelpreis in Frage kommt, ist eigentlich klar definiert. Der Stifter des Preises, Alfred Nobel, hat die Kriterien 1895 festgelegt. Und trotzdem wird die Entscheidung des Nobelkomitees in Oslo immer wieder angefochten.

Nun hat das Komitee von behördlicher Seite Rückendeckung bekommen. Das zuständige Aufsichtsgremium erklärte, seiner Meinung nach werde die Arbeit des Nobel-Komitees von der darüberstehenden Stiftung hinreichend überwacht. Deswegen gebe es keinen Grund einzuschreiten; die Angelegenheit sei erledigt.

Beschwert hatte sich ein Publizist und Rechtsanwalt aus Oslo. Schon seit 2001 sah er die Vergabe der Friedensnobelpreise nicht mehr im Einklang mit den Vorgaben des Stifters. Der chinesische Bürgerrechtler Liu Xiaobo und die liberianische Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf seien zwar ehrenwerte Menschen. Sie kämpften aber nicht für den Frieden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)