23. März 2012 08:54 Uhr

Rockmusiker Sven Regener rechnet mit YouTube, Google und Piraten ab

Fünf Minuten lang redete sich Sven Regener seine ganze Wut von der Seele. Im "Bayerischen Rundfunk" schimpfte der Gründer der Berliner Band "Element of Crime" auf YouTube, Google und die Piratenpartei, die das Urheberrecht seiner Meinung nach mit Füßen treten. Der "BR" stellte das Interview ins Netz, wo es seither rege diskutiert wird. Nach Ansicht des Internetportals "golem.de" hat es das Zeug, eine Grundsatzdebatte anzustoßen.

Regener wehrt sich darin zum Beispiel gegen einen Zeitgeist, der so tue, als betrieben Musiker ihre Kunst als exzentrisches Hobby. Verweigerer des Urheberrechts wie YouTube und Google brächten damit zum Ausdruck, dass die Musik nichts wert sei, und verweigerten den Künstlern den nötigen Respekt. Aber auch kleine, unabhängige Platten-Labels hätten sie dadurch bereits zerstört.

Der Sänger und Buchautor Regener lässt außerdem kein gutes Haar an der Piratenpartei. Deren Funktionäre propagierten zwar die Freiheit des Internets. Wenn ihre eigenen Urheberrechte betroffen seien, setzten sie sie aber mit Hilfe von Anwälten durch.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)