23. März 2012 10:53 Uhr
Der Mensch ist Schuld, nicht das Klima. Diese Ansicht vertreten australische Forscher bei der Frage, wer die Groß-Säugetiere auf dem Kontinent vor 40.000 Jahren ausgerottet hat. Dabei geht es um besonders große Kängurus, die bis zu 300 Kilogramm gewogen haben sollen. Außerdem um Vögel, doppelt so groß wie Emus und löwenartige Beuteltiere.
Die Wissenschaftler haben im Magazin "Science" eine Studie veröffentlicht, in der sie den Mensch für das Aussterben dieser Tiere verantwortlich machen. Ihren Ergebnissen nach waren die Populationen stabil, bis der Mensch auftauchte. Demnach hätten sie verschiedene Klimaphasen gut überstanden.
Nachgewiesen haben die Forscher das nach ihren Angaben anhand eines Pilzes, den sie in einem versteinerten Sumpf fanden. Dieser soll im Kot der Riesen-Säugetiere vorgekommen sein - als er verschwand, waren demnach auch die Tiere ausgestorben. Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Mensch unter anderem mit der Jagd und der der Nutzung von Weideflächen für das Aussterben der großen Tiere gesorgt hat.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)