23. März 2012 16:51 Uhr

"Frankfurter Rundschau" über "das Ende der Liebe im Brief"

Warum stirbt die Liebe im Briefverkehr aus?

Das fragt die "Frankfurter Rundschau". Sie beschreibt, dass die Anrede "Liebe Frau XY" oder "Lieber Herr XY" in Geschäftsschreiben langsam verdrängt wird und zwar durch den salopperen Gruß "Hallo". Das empfindet der Autor, Harald Jähner, als unhöflich. Schließlich könnte die Anrede "Lieber" den Leser erstmal "sanft stimmen", bevor man im Fortgang des Briefes "zur Sache" komme.

Weiter heißt es in dem Artikel, es gehe bei der Sitte, "alle Welt eine liebe zu nennen", nicht um eine "naive Vorstellung" der Wirklichkeit, sondern um den Wunsch, sie möge sich für uns gut entwickeln. Doch diese "Aussicht auf eine bessere Welt in der Anrede" sei für die Gegenwart völlig fremd. In der Welt der sozialen Netzwerke sei diese Grußformel auch unpassend, weil man sich meist zugleich an mehrere Freunde wende.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)