26. März 2012 06:23 Uhr

Wir erinnern: Vor 110 Jahren starb der Gründer von Rhodesien - heute Simbabwe

Wir blicken in die Geschichte: Am 26. März 1902 starb der britische Unternehmer und Politiker Cecil John Rhodes. Er war einer der bekanntesten Akteure des britischen Imperialismus und Namenspate für die von ihm eroberten Kolonialgebiete Süd- und Nordrhodesien. Die wurden später als Simbabwe und Sambia unabhängig.

Rhodes wurde 1853 im englischen Bishop's Stortford geboren und wegen seiner Tuberkulose mit 17 Jahren zu seinem Bruder nach Südafrika geschickt. Dort war er zunächst auf einer Baumwollfarm aktiv, später wechselte er jedoch in den Gold- und Diamantenabbau und gründete die Firma "de Beers". Auch politisch stieg er auf - bis zum Premierminister der Kapkolonie.

Sein Wirken ist heute umstritten, weil Rhodes offen rassistische Ansichten vertrat: Er betrachtete die Afrikaner als minderwertig oder "Kinder". Seiner Ansicht nach wäre es das Beste für die Welt gewesen, wenn die Engländer sie komplett beherrschten, da sie die beste Rasse seien.

Mit Rhodes' Vermögen wurde nach seinem Tod vor 110 Jahren eine Stiftung eingerichtet, die künftigen Führungskräften ein Studium an der Universität Oxford ermöglichen soll.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)