26. März 2012 06:28 Uhr
Das britische Fachmagazin "Journal of Medical Ethics" hält seine Haltung nach wie vor für richtig. Die Zeitschrift hatte sich dazu entschlossen, einen Artikel zur möglichen Tötung von behinderten Neugeborenen zu veröffentlichen. Die Thesen zweier Australier sorgten für erhebliche Aufregung, die Forscher erhielten sogar Morddrohungen.
Die Herausgeber des Journals aber halten weiter an ihrer Entscheidung fest. Sie finden, es sei die Aufgabe des Magazins, Argumente für und gegen kontroverse Themen zu veröffentlichen, damit die Menschen sich auf lange Sicht eine eigene Meinung bilden könnten.
Die Wissenschaftler selbst betonten, sie hätten sich lediglich in eine akademische Debatte eingemischt. Sie hatten argumentiert, der Status eines Babys sei moralisch dem eines Fötus gleichzusetzen. Aus logischer Sicht müsse somit erlaubt werden, Neugeborene zu töten.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)