26. März 2012 06:54 Uhr

Bienenforscher: Bis zu 30 Prozent Verlust bei den Völkern

Schuld sind wahrscheinlich die milden Temperaturen: In Deutschland sind im vergangenen Winter einem Bienenforscher zufolge deutlich mehr der Insekten gestorben als üblich. Der Leiter des Instituts für Bienenkunde in Oberursel, Bernd Grünewald, sagte der "Deutschen Presse-Agentur", es seien Verluste von bis zu 30 Prozent zu erwarten. Normal seien zwischen fünf und zehn Prozent. Seit etwa einem Jahrzehnt seien zunehmend höhere Verluste zu beobachten.

In Oberursel haben in der vergangenen Woche 20 Bienenforscher über das Bienensterben beraten. Hauptursache ist Grünewald zufolge die Varroamilbe. Sie stammt ursprünglich aus Asien und kam in den 60er Jahren nach Europa. Einer Langzeitstudie von Grünewalds Institut zufolge hat die Zahl der Milben seit 2008 stark zugenommen. Die Situation der Imkereien sei bedrohlich. Langfristig seien außerdem Bestäubungs-Probleme in der Landwirtschaft zu erwarten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)