26. März 2012 06:54 Uhr
Es ist nicht nur ein subjektives Empfinden, sondern eine Tatsache: Im vergangenen Jahrzehnt gab es auf der ganzen Welt besonders viele Wetterextreme. Dass die Häufung nicht nur ein Zufall war, wollen jetzt Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung belegt haben. Sie haben zahlreiche Studien und Daten analysiert und berichten darüber in der Fachzeitschrift "Nature Climate Change".
Demnach lässt sich zumindest bei extremen Regenfällen und extremen Hitzewellen ein Zusammenhang mit der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung herstellen. 2011 hätten sich allein in den USA 14 Wetterextreme ereignet. In Japan habe es Rekord-Regenfälle gegeben, am Jangtse-Fluss in China Trockenheit. Im Einzelfall lasse sich die Erderwärmung dafür nicht verantwortlich machen. Der Zusammenhang werde erst in der Summe deutlich. Das sei eine Frage von Wahrscheinlichkeiten. Der Wissenschaftler Dim Coumou sagte dazu, es sei wie ein Spiel mit gezinkten Würfeln. Eine sechs werfe man normalerweise nur ab und zu. Jetzt gebe es sie aber häufiger, weil der Würfel verändert worden sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)