26. März 2012 07:26 Uhr

Studie: Leiharbeiter verdienen bis zu 50 Prozent weniger

Arbeit oder keine Arbeit - so einfach ist es heutzutage schon lange nicht mehr. Seit längerem wird zum Beispiel über Leiharbeiter diskutiert. Jetzt belegt eine Studie: Sie verdienen bis zu 50 Prozent weniger als Stammkräfte eines Unternehmens - auch wenn sie die gleiche Berufsausbildung haben und die gleiche Arbeit machen. Das geht aus einer Untersuchung des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung hervor. Daraus zitiert die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Allerdings: Verdrängt wird die Stammbelegschaft der Studie zufolge durch die Leiharbeiter nicht. Die Unternehmen stellten nur sehr selten mehr Zeitarbeiter ein und entließen gleichzeitig Festangestellte. In den Jahren 2008 und 2009 sei das nur bei drei Prozent der Firmen geschehen. - Die Zeitarbeit war in Deutschland vor knapp zehn Jahren liberalisiert worden. Ziel war es, Arbeitslose wieder in den Arbeitsmarkt zu bringen. Heute arbeiten etwa 900.000 Menschen als Leiharbeiter.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)