26. März 2012 07:51 Uhr

US-Gesundheitsexperte verteidigt Versicherungspflicht

In Deutschland ist sie selbstverständlich - in den USA für viele ein Grund zur Empörung: die Krankenversicherungspflicht. Ab heute überprüft der Oberste Gerichtshof die Gesundheitsreform von US-Präsident Barack Obama. Sie schreibt vor, dass Bürger, die es sich leisten können, eine Krankenversicherung abschließen müssen. Die Richter sollen entscheiden, ob das mit der Verfassung vereinbar ist.

Der amerikanische Gesundheitsexperte Chris Jennings kann die Aufregung über das Gesetz nicht verstehen. Der 51-Jährige hat früher Obamas Vorgänger Bill Clinton beraten. In der "taz" spricht er von einem "überparteilichen" Gesetz: es enthalte viele Ideen von Konservativen. Jennings nennt dabei sogar mehrere Republikaner, die im November bei der Wahl gegen Obama antreten wollen.

Falls die Gesundheitsreform vor Gericht scheitert, kann das nach Jennings Einschätzung verschiedene Folgen haben: Es könnte den Konservativen Rückenwind geben - oder die Demokraten stärker zusammenschweißen und damit am Ende Obama helfen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)