26. März 2012 08:27 Uhr

US-Soldaten leiden nach Einsätzen häufig unter chronischen Kopfschmerzen

Dass viele Soldaten nach Kampfeinsätzen an posttraumatischen Belastungsstörungen leiden, ist bekannt. Doch wer von der US-Armee nach Afghanistan oder in den Irak geschickt wird, hat offenbar auch ein hohes Risiko, chronische Kopfschmerzen zu entwickeln. Das hat eine Studie ergeben, die jetzt im Fachmagazin "Headache" veröffentlicht worden ist. Dafür wurden fast 1.000 Soldaten untersucht, die einsatzbedingt während ihres Auslandseinsatzes eine leichtere Gehirnerschütterung erlitten hatten. Ungefähr 20 Prozent von ihnen entwickelte danach einen Dauer-Kopfschmerz, das heißt, sie hatten mehr als drei Monate lang mindestens jeden zweiten Tag Schmerzen. Damit sind Soldaten vier- bis fünfmal gefährdeter als die Gesamtbevölkerung.

Außerdem litten die Betroffenen zusätzlich häufig an posttraumatischer Belastungsstörung. Die Wissenschaftler vermuten deshalb, dass auch der Kopfschmerz psychische Ursachen haben könnte.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)