26. März 2012 08:53 Uhr
Wer anderen eine Grube gräbt fällt selbst hinein. Diese Redensart gilt offenbar auch für Politiker - beziehungsweise für negative Wahlkampagnen, mit denen sie ihren Gegner in Misskredit bringen wollen. Denn ein dänischer Wissenschaftler hat herausgefunden: Damit schaden sie vor allem ihrer eigenen Partei. Das gilt jedenfalls in Dänemark.
Simon Rune Jørgensen untersuchte mithilfe qualitativer Interviews, wie verschiedene Negativ-Kampagnen von dänischen Parteien ankamen. Ergebnis: Schlecht. Die Befragten erklärten, die Negativ-Aussagen seien platt, unglaubwürdig und unsachlich. Dass das sogenannte "negative campaigning" den Produzenten der Werbung selbst ins schlechte Licht rücken kann, hatten auch schon frühere Studien ergeben. Untersucht wurde das laut Jørgensen aber bisher fast ausschließlich für die USA. Dort habe die Anti-Werbung eine ganz andere Tradition.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)