26. März 2012 11:54 Uhr

Gründe für fatalen Verlauf mancher Grippe

Wenn sich eine Grippewelle ausbreitet, erkranken manche Menschen nur leicht, andere geraten in Lebensgefahr. So war es bei H1N1, das vor drei Jahren als "Schweinegrippe" für Aufregung sorgte. So ist es aber auch bei anderen Grippeviren. Unklar war, wie es dazu kommt.

Wie das Fachmagazin "Nature" berichtet, hat ein internationales Forscherteam jetzt die Erklärung dafür gefunden. Demnach ist ein Gen verantwortlich, das bei manchen Menschen mutiert ist: Dadurch funktioniert bei ihnen ein Eiweiß nicht, das sonst die Ausbreitung von Viren hemmt. Getestet haben Wissenschaftler das bei Versuchen mit Mäusen. Gentests am Menschen, die wegen Grippe im Krankenhaus behandelt wurden, bestätigten die These.

Die Forscher hoffen, dass durch diese Erkenntnis grippeanfällige Menschen vorgewarnt werden können, damit sie sich impfen lassen. Allerdings müsse dafür noch weiter geforscht werden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)