26. März 2012 13:25 Uhr
Im Kalten Krieg sollten die Atomwaffen den politischen Gegner schrecken. Aber schon lange machen sie auch uns selber Angst: Was, wenn sie in die Hände von Terroristen geraten? Diese Frage beschäftigt seit heute in Südkorea Vertreter aus mehr als 50 Ländern. Für "DRadio Wissen" hat sich Wolfgang Rosenstock damit befasst; er ist Diplomphysiker am Fraunhofer-Institut für Naturwissenschaftlich-Technische Trendanalysen INT in Euskirchen.
Rosenstock hält einen Atomterrorismus zwar für denkbar, aber unwahrscheinlich. Auf dem Schwarzmarkt sei spaltbares Material in der Vergangenheit nie in Mengen aufgetaucht, die auch nur annähernd für den Bau einer schmutzigen Bombe gereicht hätten. Die Atommächte hätten ihre Waffenarsenale so gut gesichert, dass Rosenstock auch hier keine wirkliche Gefahr sieht - noch nicht einmal in Ländern wie Pakistan.
Und nicht zuletzt sei der Bau einer wirklich gefährlichen Bombe gar nicht so leicht. Die Waffe müsse so gebaut sein, dass das Strahlenmaterial sich bei der Zündung pulverisiere. Nur dann, so Rosenstock, könne sie ein Gebiet großflächig radioaktiv verseuchen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)