27. März 2012 06:55 Uhr
Das Protein CD47 ist für Krebsforscher besonders interessant. Es wirkt wie ein "Finger weg"-Signal für die körpereigene Abwehr. Tumoren tragen dieses Eiweiß in Massen auf den Oberflächen ihrer Zellen. Das führt dazu, dass Fresszellen sie nicht anrühren - obwohl das eigentlich ihre Aufgabe im Immunsystem ist.
Wissenschaftlern der Stanford Universität in Kalifornien ist es nun im Tierversuch gelungen, das CD47-Eiweiß auszuschalten. Sie entwickelten einen Antikörper, der das Protein blockiert - und damit die Tumorzelle für das Immunsystem wieder als solche erkennbar macht. Der Effekt: Fresszellen tun wieder ihre Arbeit - und zwar auch bei Metastasen. Das schreiben die Forscher in den "Proceedings" der National Academy of Sciences.
Dort heißt es weiter, sie könnten sich eine entsprechende Therapie auch für die Behandlung von Tumoren beim Menschen vorstellen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)