27. März 2012 07:23 Uhr

Mikroorganismen teilen sich die Arbeit

Arbeitsteilung macht das Leben leichter. Das haben möglicherweise auch viele Mikro-Organismen verstanden. Forscher der Harvard-Universität sind der Frage nachgegangen, wieso manche von ihnen bestimmte - eigentlich lebenswichtige - Eigenschaften verlieren und trotzdem überleben und sich sogar besonders stark vermehren. Offenbar begeben sich Mikro-Organismen in komplexe Gemeinschaften, in denen andere Organismen diese Aufgaben übernehmen. Dadurch entstehe zwar gegenseitige Abhängigkeit, aber die einzelnen Arten würden effizienter.

Ein Beispiel dafür ist die häufigste Planktonart Prochlorococcus, die viel weniger Gene hat, als zu erwarten wäre. Ihr fehlt zum Beispiel die Fähigkeit, giftiges Wasserstoffperoxid zu neutralisieren. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass sich das Plankton stattdessen an andere Mikororganismen bindet, die das können. Sie nennen ihre Theorie die "Schwarze-Königin-Hypothese" und haben sie im Internet-Journal der Amerikanischen Gesellschaft für Mikrobiologie veröffentlicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)