27. März 2012 11:30 Uhr

Klimaforscher: Erderwärmung erhöht die Gefahr extremer Wetterphänomene

Die Klimaerwärmung sei wie ein gezinkter Würfel. So beschreiben zwei deutsche Forscher des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung den Zusammenhang zwischen dem weltweiten Temperaturanstieg und der Zunahme extremer Wetterphänomene. Sie haben dafür verschiedene Studien der vergangenen Jahre ausgewertet und kommen zu dem Schluss, dass ein kausaler Zusammenhang nicht nachgewiesen werden könne, aber sehr wahrscheinlich sei - so wie ein gezinkter Würfel zwar häufiger auf der "6" liegen bleibe, man aber eben nicht sicher sagen könne, ob das an der Manipulation gelegen habe.

Die Wissenschaftler weisen unter anderem darauf hin, dass die sommerlichen Hitzeperioden in Westeuropa doppelt so lang seien wie vor 130 Jahren. Die Zahl der heißen Tage habe sich im gleichen Zeitraum verdreifacht. 2003 sei in Europa der wärmste Sommer seit einem halben Jahrtausend gewesen, und im vergangenen Jahr habe es in mehreren US-Bundesstaaten so viel Regen gegeben wie noch nie seit Beginn der Messungen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)