27. März 2012 12:23 Uhr

These widerlegt: Saurier-Kadaver sind nicht explodiert

In dem Holzmaden in Baden-Württemberg fanden Forscher einst seltsame Saurier-Skelette. Zum einen das versteinerte Knochengerüst eines trächtigen Weibchens; dieses Skelett war fast vollständig erhalten, und die meisten Knochen befanden sich an Ort und Stelle. Die Knochen der Embryonen, die das Saurier-Weibchen bei seinem Tod im Bauch getragen hatte, lagen hingegen weit verstreut.

Bisher glaubte die Wissenschaft, Faulgase hätten den Kadaver des Saurier-Weibchens zum Platzen gebracht und die Embryonen-Knochen aus dem Bauch geschleudert. Diese These haben Paläontologen der Universitäten Zürich und Basel nach eigenen Angaben widerlegt. Experimente an vergleichbaren menschlichen Leichen hätten gezeigt, dass Faulgase dazu nicht den nötigen Druck erzeugen könnten.

In dem Fachmagazin "Palaeobiodiversity and Palaeoenvironments" bieten die Forscher eine andere Theorie an: Das Saurier-Weibchen sei nach seinem Tod vermutlich auf den Meeresgrund gesunken und dort zersetzt worden. Leichte Strömungen hätten die Embryonen-Knochen dann aus dem Mutterleib herausgeschwemmt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)