27. März 2012 12:52 Uhr
Beunruhigend, erschreckend, inakzeptabel. Die Aufregung unter Parlamentariern in Großbritannien ist groß über mutmaßlich zehntausende Verstöße gegen die Vergabe von Studenten-Visa. Aufgedeckt wurden sie von der nationalen Aufsichtsbehörde NAO. Sie schätzt, dass in einem Jahr bis zu 50.000 Ausländer nach Großbritannien eingereist sind, die eine Arbeit annahmen, anstatt an die Uni zu gehen, und anschließend untertauchten.
Hintergrund ist ein neues Visa-Vergabesystem, das dem Bericht zufolge eingeführt wurde, ohne dass ausreichende Kontrollmechanismen vorhanden gewesen wären. Die Verstöße gegen die Visa-Vergabe seien deshalb vorhersehbar gewesen.
Wie der britische "Guardian" berichtet, wies Einwanderungsminister Damian Green die Vorwürfe zurück. Der Missbrauch von Studenten-Visa beruhe auf Regelungen der Vorgängerregierung. Eigene Maßnahmen dagegen begännen almählich zu greifen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)