27. März 2012 16:22 Uhr

US-Doku über Mobbing kommt ohne Altersbeschränkung ins Kino

Wenn Kinder sich gegenseitig mobben, fallen auch schon mal hässliche Worte. In der US-amerikanischen Kinodokumentation "Bully" wird das auch genauso dargestellt. Deshalb sollten Jugendliche unter 17 Jahren den Film ursprünglich nur in Begleitung eines Erwachsenen sehen dürfen. So hatte es die amerikanische Filmvereinigung entschieden. Sie bewertete "Bully" mit einem "R" - das heißt, dass darin Sex, Gewalt oder unflätige Sprache vorkommen.

Die Produktionsfirma Weinstein kritisierte die Entscheidung und entschloss sich nun, "Bully" ganz ohne offizielle Bewertung ins Kino zu bringen. Zur Begründung hieß es, es sei wichtig, dass auch Kinder die Dokumentation sähen, um gegen Mobbing vorzugehen.

Das Problem ist nur: Ein Film ohne offizielle Bewertung hat es in den USA schwer, überhaupt in die Kinos zu kommen. Die meisten großen Kinoketten zeigen solche Filme grundsätzlich nicht.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)