28. März 2012 07:24 Uhr

Medizinbaum in Afrika vom Aussterben bedroht

Wegen der großen Zahl der Kranken stirbt die Medizin aus. So geht es im Moment dem Afrikanischen Pflaumenbaum in Kenia. Mit den Wirkstoffen aus der Rinde des Baumes werden Prostata-Leiden behandelt. Die Bevölkerung in Kenia nutzt die Rinde aber auch gegen Fieber, Bauchschmerzen und, um Wunden zu versorgen.

Diese intensive Nutzung des Afrikanischen Pflaumenbaums ist nach einem Bericht einer Forschungseinrichtung in Kenia ("World Agroforestry Centre") aber nicht nachhaltig. Es gebe vor allem wilde Ernten. Dadurch sei der Baum in freier Natur vom Aussterben bedroht. Deshalb arbeiten die Wissenschaftler daran, die Heilpflanze auf Farmen zu kultivieren. In einem Fachmagazin ("Forest, Trees and Livelihood") berichten sie auch, wie groß und alt die Bäume sein sollten, damit am meisten Rinde geerntet werden kann.

Der Plan der Forscher ist: Die Rinde des Afrikanischen Pflaumenbaums soll bald nicht mehr wild geerntet werden. Stattdessen sollen afrikanische Bauern ihn sozusagen als Hofbaum nutzen - und mit dem Verkauf der Rinde ein zusätzliches Einkommen haben.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)