28. März 2012 07:53 Uhr

Hintergrund: "Saures Gas"

Umweltschützer sprechen bereits vom "Bohrloch der Hölle", wenn sie die Leck geschlagene Öl- und Gasförderanlage "Elgin" in der Ostsee meinen. Seit Tagen strömt dort sogenanntes "saures Gas" ins Meer. Wir erklären, was das ist.

Von "saurem Gas" spricht man immer dann, wenn es um ein Gemisch von Erdgas und Schwefelwasserstoff geht, so, wie es im Fall "Elgin" ist. Im weiteren Sinne bezeichnet man alle Gase als "sauer", die in Wasser eine schwache Säure bilden, also den pH-Wert senken.

Solchen sauren Lösungen sind unter Umständen sehr aggressiv: Im Fall von Schwefelwasserstoff werden druch Metalle durch Korrosion angegriffen. Weitere Beispiele für "saure Gase" sind Chlorwasserstoff und Cyanwasserstoff, die in Wasser gelöst Salz- und Blausäure bilden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)