28. März 2012 08:50 Uhr

Deutsche Forschung als "korrupt" kritisiert

Die deutsche Wissenschaft ist korrupt. Diese Kritik formuliert der Hochschullehrer Wolfgang Wodarg, der auch als Vorstand für die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International tätig ist. Seiner Meinung nach arbeiteten viele Wissenschaftler im Auftrag von Firmen statt im Sinne der Forschung. In einem Aufsatz in der "Tageszeitung" schreibt Wodarg, dass die Wissenschaft von zahlungskräftigen Interessen deformiert werde und keine unabhängige Wahrheitssuche mehr sei.

Als Beispiele nennt er Studien für Saatgutmonopolisten oder zweifelhafte Sicherheitsgutachten für Atomkraftwerke. Wodarg wirft vor allem der Agrarforschung vor, sich zu verkaufen, weil sie nur noch im Interesse großer Konzerne arbeite. Mediziner und Pharmazeuten ließen sich von Pharmalobby zu eigen machen, indem sie Krankheiten erfänden.

Wodarg schlägt ein Register für Forschungsmittel vor, durch das zu sehen sein soll, wer wen für was bezahlt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)