28. März 2012 10:20 Uhr
Paschtunen, Kuchi, Tadschiken, Hazara, Usbeken: In Afghanistan leben viele verschiedene ethnische Gruppen. Sie alle aber haben gemeinsame Vorfahren. Das hat ein Forscherteam des Genografischen Projekts herausgefunden. Die Initiative hat zum Ziel, zu klären, welchen Weg die Menschen während ihrer Entwicklungsgeschichte genommen haben.
Die Wissenschaftler stützen ihre Erkenntnisse auf Erbgutanalysen. Die DNA-Proben sammelten sie in 27 afghanischen Provinzen.
Demnach lebten die ersten Vorfahren der Afghanen in der Jungsteinzeit, als die Menschen sich Ackerbau und Viehzucht zu eigen machten. Danach, während der Bronzezeit, bildeten sich Untergruppen, die sich in verschiedenen Regionen niederließen. Das erklärt laut den Wissenschaftlern, warum sich die heutigen afghanischen Volksgruppen auf vielfältige Weise genetisch unterscheiden.
Außerdem weisen die Forscher darauf hin: Das Land liege geografisch so, dass es ein Drehkreuz für Handel und Einwanderungen gewesen sei.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)