28. März 2012 13:24 Uhr

Forscher: In Zeiten von Hunger werden eher Mädchen geboren

Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Eigentlich müsste die Wahrscheinlicheit jeweils bei 50 Prozent liegen. Doch immer wieder gibt es Studien, die das widerlegen. Etwa, weil sich manche Chromosomen möglicherweise schlechter in der Eizelle einnisten.

Eine Studie von Forschern in den USA kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass besonders in Hungerphasen mehr Mädchen geboren werden. Sie analysierten die Daten von 300.000 chinesischen Frauen, die im Zeitraum von 1929 bis 1982 Kinder bekamen. Das Ergebnis: Während und ein Jahr nach der großen Hungersnot in China um 1960 kamen verhältnismäßig mehr Mädchen zur Welt. Später wurden wieder mehr Jungen geboren.

Warum das so ist, dafür haben die Forscher keine Erklärung. Entweder könne Mangelernährung einen Einfluss auf das Geschlecht des Nachwuchses haben oder physischer beziehungsweise psychischer Stress.

Die Studie ist im Magazin "Proceedings of the Royal Society B" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)