28. März 2012 15:26 Uhr
Der Zweite Weltkrieg ist seit 67 Jahren vorbei, viele Zeitzeugen sind schon verstorben. Trotzdem wirkt sich der Krieg immer noch aus, und zwar bei den Kindern und Enkeln der Kriegsgeneration.
Der Göttinger Psychohistoriker Winfried Kurth sagte der Katholischen Nachrichten-Agentur, für die Kinder von Soldaten habe es früher keine Therapien gegeben. Viele hätten emotionale Störungen entwickelt und diese auch an die eigenen Kinder weitergegeben. Kurth zufolge ist vor allem die Generation der 35- bis 55-Jährigen davon betroffen. Wichtig sei, dass das Geschehene innerhalb der Familie aufgearbeitet werde. Betroffene sollten sich außerdem stärker vernetzen.
Ab Freitag findet in Göttingen eine Konferenz zum Thema "Die Kinder der Kriegskinder" statt, organisiert von der Gesellschaft für Psychohistorie und Politische Psychologie.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)