29. März 2012 06:23 Uhr
Am Morgen soll sich entscheiden, ob etwa 11.000 Beschäftigte von Schlecker in Transfergesellschaften wechseln können. Die Landesregierung von Baden-Württemberg will nach eigenen Angaben versuchen, die Finanzierung der Gesellschaften zu organisieren. Aber worum geht es genau?
Die Transfergesellschaften sollen Angestellte übernehmen, denen sonst gekündigt würde. Sie würden dort ein halbes Jahr bleiben. Die Transfergesellschaft hätte die Aufgabe, sie in neue Jobs zu vermitteln und gegebenenfalls weiterzubilden.
Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass es zu den Erfolgsaussichten von Transfergesellschaften keine aussagekräftigen Statistiken gebe. Außerdem verlören die Betroffenen ihren Anspruch auf eine Abfindung.
Für das Unternehmen Schlecker würden Transfergesellschaften nach Meinung des Insolvenzverwalters Arndt Geiwitz ein wichtiges Problem vermeiden: Würde er den Betroffenen kündigen, müsste er mit Klagen rechnen. Das aber könnte Investoren für die insolvente Drogeriemarktkette abschrecken.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)